Auf der Suche nach der Edeka-Konstante

moons | 26. März 2009 - 19:59

Ist euch schon mal aufgefallen, dass man in kurzen Schlangen oft länger steht als in langen, dass man bei preiswerten Discountern oft schneller an der Reihe ist als bei den "besseren" Supermärkten? Mir schon. Und deshalb möchte ich, mit eurer Hilfe, die Edeka-Konstante finden.

Ein Einkaufswagen

Vorerst fasse ich also meine Beobachtungen zusammen:

Discounter A:
- Es sind maximal zwei Kassen geöffnet.
- Beim Reingehen ist die Schlange sehr kurz, beim Bezahlen ellenlang. (Irrelevant)
- Eine Schlange ist sehr lang. Es stehen etwa 7 Personen mit und ohne Einkaufswagen vor dir.
- Es dauert nie länger als etwa 4 Minuten.
- Die Abfertigung wirkt schnell.

Supermarkt E:
- Es sind mindestens zwei, meist drei Kassen geöffnet.
- Kassenbereich wirkt leer. Es sind maximal 4 Leute vor dir.
- Es dauert mindestens 6 Minuten.
- Die Abfertigung wirkt gemächlich, wenn nicht langsam.
- Die Leute vor dir haben maximal 5 Produkte zu bezahlen. (Update)

Hier meine These:
Je teurer die Produkte, desto langsamer die Abfertigung.

Die Konstante ließe sich also als das Verhältnis zwischen Abfertigungsdauer je Kunde und Durchschnittspreis der Produkte im Sortiment beschreiben. Die Länge der Schlange und die Anzahl der geöffneten Kassen wäre noch enger mit einzubeziehen.

Zur Messung:
Es müsste die Zeit je Kundenabfertigung gemessen werden. Oder die durchnittliche Wartezeit eines forschenden Kunden pro Einkauf. Bei der Klassifizierung des Supermarktes wird es schon schwerer. Hier müsste man sich auf eine handvoll Maßgebende Produkte einigen, dessen Preis repräsentativ für das Preisniveau des Supermarktes ist.

Über hilfreiche Kommentare würde ich mich freuen. Happy forsching.

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e=mc²

Kommentar von 28k-Lag (27. März 2009 - 0:57)

Mhh ganz interessante Theorie. Mir persönlich fehlen noch einige Variablen, z.B.:
- Kartenzahlung; kommmt meiner empirischen Beobachtung nach in den gehobeneren Supermärkten öfter vor, vorzugsweise bei kleinen Beträgen um die 10€
- Skillz der Kassierer; hier hab ich auch schon einiges Erfahren. Kassierer die die Ware schneller in die Kasse einbonen als man mit 4 Händen in den Wagen räumen kann und welche die auf jeder Packung den Code suchen, auch wenns 3 mal das gleiche ist bzw. die Ware einbonen als wenn sie im Wachkoma wären. Das ist meiner Beobachtung nach Kettenünabhängig.
- Murphys Law; D.h. egal an welche Kasse man sich anstellt, egal wie lang die Schlange ist, egal welchen Skill der Kassierer hat, man steht immer an der Kasse, wo es am längsten dauert.

Die Deutsche Post hat im gegensatz zu den in Supermärkten eine ganz andere Kassenstrategie. Dort gibt es nur eine Schlange, die aber auf alle offenen Kassen aufgeteilt wird. Die Schlange ist zwar wesentlich länger, die Wartezeit jedoch nicht. Trotzdem warte ich bei der Post durchschnittlich ca. 10 min. bis ich an der Reihe bin. Bei der Post kommt jedoch noch die nicht zu vernächlässigende Variable "inkompetenter Kunde" hinzu, der zum verschicken eines Briefes erstmal ein 5 min. Beratungsgespräch braucht.

Ah, gute Anmerkungen. Dazu

Kommentar von moons (27. März 2009 - 1:45)

Ah, gute Anmerkungen. Dazu habe ich aber zurück-Anzumerken...

- Kartenzahlung: Ist jetzt auch bei den Discountern gang und gäbe. Aber auch hier sind sie schneller.
- Skillz der Kassierer: Stimmt. Selbst wenn die Discounter-KassierInnen inzwischen ebenso scannen, geht das bei ihnen fixer.
- Murphy's Law: Bei 5 offenen Kassen beträgt die Wahrscheinlichkeit, an der schnellsten Kasse zu stehen 1/5.

Ach ja, die Post. Mal geht's schnell, mal dauert's 10 Minuten. Am besten läuft es noch in schwedischen Apotheken. Da wird 'ne Nummer gezogen und dann erstmal gechillt mit dem heissen Gratis-Tee in der Hand. Kein dummes Schlange stehen, aber auch keine grauen Gänge, wie auf dem Amt.